Die Erfolgsrechnung 2025 der Einwohnergemeinde Oberentfelden schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 266'421 Franken ab. Das Budget rechnete mit einem Minus von 642'838 Franken. Das Ergebnis fällt somit 909'259 Franken besser aus als budgetiert.
Die Einkommens- und Vermögenssteuern übertrafen das Budget um 675'000 Franken. Der Vorjahresertrag konnte sogar um 1,2 Millionen Franken übertroffen werden. Unter Berücksichtigung der ereignisabhängigen Sondersteuern (Nachsteuern und Bussen, Grundstückgewinnsteuern, Erbschafts- und Schenkungssteuern) wird das Budget um 983'000 Franken überschossen.
Aufwandseitig muss bei der Obligatorischen Schule gegenüber dem Budget ein Mehraufwand von 155'000 Franken verzeichnet werden. Ebenfalls mussten deutlich mehr Schulgelder für Berufsschülerinnen und Berufsschüler bezahlt werden. Insgesamt 111'000 Franken mehr als veranschlagt oder sogar fast 206'000 Franken mehr als im Jahr 2024. Die nach Pflegegesetz zu tragenden Kosten der ambulanten und stationären Pflegeverhältnisse steigen jedes Jahr erheblich an. Gegenüber dem Jahr 2024 um 370'000 Franken. Aufgrund der aktuellen Zahlen ist für das Jahr 2026 mit einem weiteren Anstieg um 250'000 Franken auf total 2 Millionen Franken zu rechnen. Positives ist im Bereich Sozialhilfe und Asylwesen festzustellen: Die Materielle Hilfe unterschreitet das Budget sowohl im Bereich der Sozialhilfe um 880'000 Franken als auch im Asyl- und Flüchtlingswesen um 211'000 Franken. Sorgen bereiten dem Gemeinderat die von den Einwohnerinnen und Einwohnern nicht bezahlten Krankenkassenprämien der Grundversicherung. Wegen einer gesetzlichen Bestimmung mussten Prämienausstände von 400'000 Franken den Krankenkassen vergütet werden. Die strukturellen Herausforderungen der Gemeinde Oberentfelden widerspiegeln sich im Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit. Nur dank der Aufwertung einer Baulandparzelle konnte insgesamt ein positives Gesamtergebnis erzielt werden:
Rechnung 2025 | Budget 2025 | |
| Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit | - 2'070'690 | - 2'918'988 |
| Ergebnis aus Finanzierung (inkl. Aufwertungsgewinn) | 2'337'111 | 2'276'150 |
| Operatives Ergebnis/Gesamtergebnis | 266'421 | - 642'838 |
Die Investitionsausgaben der Einwohnergemeinde ohne die Eigenwirtschaftsbetriebe betrugen 6,1 Millionen Franken. Der Löwenanteil davon entfällt mit gut 4,5 Millionen Franken auf die Aufstockung des Oberstufenschulhauses und weitere 228'000 Franken wurden für Schulmobiliar ausgegeben. Im Gemeindehaus wurden sämtliche Fluoreszenzleuchten auf LED-Leuchten umgerüstet, was knapp 97'000 Franken kostete. Weitere 115'000 Franken wurden in Teilsanierungen und funktionale Anpassungen von Büroräumlichkeiten ausgegeben. Die Investitionsausgaben der Eigenwirtschaftsbetriebe beliefen sich insgesamt auf 4,56 Millionen Franken. Davon wurden knapp 2,4 Millionen Franken in die Infrastruktur des gemeindeeigenen Elektrizitätswerks investiert.
Die Nettoinvestitionen der Einwohnergemeinde konnten mit einer Eigenfinanzierung von 41 Prozent zu weniger als der Hälfte aus eigenen Mitteln finanziert werden. Dadurch hat sich die Nettoschuld um 3,5 Millionen Franken auf fast 13,8 Millionen Franken erhöht. Dieser Wert liegt jedoch noch immer deutlich unter dem vom Kanton als kritisch beurteilten Wert.
